Presse

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Pocket Patch

08. Oktober 2015 08:40; Akt: 08.10.2015 09:23Print

Stoffstück soll vor Hodenkrebs schützen

von T. Bircher - Um die Genitalien von Schweizer Männern vor Handystrahlung zu schützen, hat ein Schweizer Unternehmen den Pocket Patch entwickelt. 

Immer mehr junge Männer in der Schweiz erkranken an Hodenkrebs – pro Jahr sind es bei den unter 40-Jährigen rund 10 von 100'000. Erst gerade wurde bekannt, dass auch Musiker Piero Esteriore und Fussballtrainer Andy Egli zu den Betroffenen gehören.

Die Fachwelt spekuliert noch über die Gründe. Als mögliche Ursache wird immer wieder die Handystrahlung genannt. Die Weltgesundheitsorganisation bezeichnet sie als «möglicherweise krebserregend». Eine Studie, die einen direkten Zusammenhang herstellt, fehlt aber bis anhin.

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«Das Gitter lenkt 99 Prozent der Strahlen ab»

Nun hat der Schweizer Unternehmer Thomas Almer ein Produkt entwickelt, das Männer vor elektromagnetischen Strahlungen schützen soll. Er nennt es Pocket Patch. Dabei handelt es sich um ein Stück Baumwollstoff, in das ein zwei Mikrometer dünner Faden aus Kupfer und Silber eingesponnen wurde. «Dieser erzeugt ein Gitter, das die Strahlen zu 99 Prozent ablenkt», sagt Almer.

Den Pocket Patch hat er zusammen mit seinem in den USA wohnhaften Bruder entwickelt und vertreibt ihn via Internet. Der Stoffflicken soll in die Hosentasche eingebügelt oder geklebt werden und die Genitalien von Männern schützen, die ihr Handy regelmässig dort verstauen.

10'000 Stoffstücke verkauft

Dabei geht es Almer nicht nur um die mögliche Entstehung von Hodenkrebs. «Elektromagnetische Strahlungen erhöhen auch das Risiko von DNA-Mutationen, Unfruchtbarkeit und Impotenz.» Das Ziel sei, das Gefahrenpotenzial von Handy- und Wifi-Strahlungen zu reduzieren, ohne dass der Konsument die Nutzung dieser Geräte einschränken müsse.

Der Pocket Patch ist als Dreier-Pack inklusive Versand für 32 Franken erhältlich. Almer hat weltweit laut eigenen Angaben bereits über 10'000 dieser Stoffstücke verkauft. Seine Produkte seien allesamt am «Center for High Frequency Electronics» an der Universität Kalifornien getestet und für funktionstüchtig erklärt worden.

«Möglichst keine Abschirmprodukte verwenden»

Daniel Storch, Sektionsleiter der Abteilung Strahlenschutz vom Bundesamt für Gesundheit (BAG), zeigt sich dennoch wenig überzeugt. «Generell ist es nicht sinnvoll, Abschirmprodukte zu verwenden, da dies in der Regel dazu führt, dass das Mobiltelefon noch stärker strahlt.» Im ihrem Faktenblatt (siehe Box) rate das BAG, möglichst keine Abschirmprodukte zu verwenden. Solange man nicht telefoniere, strahle das Handy nicht und brauche auch in der Hosentasche keine Abschirmung.

Auch Gernot Bonkat, Leitender Arzt Urologie am Unispital Basel, sagt: «Bei diesem Pocket Patch handelt es sich wohl eher um Geldmacherei.» Ein Zusammenhang zwischen Handystrahlung und der Entstehung von Hodenkrebs sei zweifelhaft und wissenschaftlich schon gar nicht belegt. «Ich denke, hier wird mit der Angst der Männer gespielt, um ein Produkt zu pushen.»

Die Krebsliga ist ebenfalls der Auffassung, dass es zur Reduktion der Strahlenbelastung durch das Handy Massnahmen gibt, die zielführender sind.

Rauchen und Handystrahlung

Almer weist diese Vorwürfe klar von sich: «Mir geht es bestimmt nicht um Geldmacherei, im Gegenteil: Ich will den Menschen helfen, ich will sie schützen.» Er biete einen einfachen Schutz, der im Vergleich mit vielen Konkurrenzprodukten sogar relativ günstig sei.

Nur weil noch keine Langzeitstudie zu den Folgen von Handystrahlung existierten, bedeute das noch lange nicht, dass man sich davor nicht zu schützen brauche. «Vor 60 Jahren haben amerikanische Ärzte ihren Patienten empfohlen, Zigaretten zu rauchen, weil es dem Hals gut tue.» Heute warne man überall vor dem Rauchen. «Genau dasselbe wird mit der Handystrahlung passieren.»


 

Screen_Shot_2015-08-04_at_10.57.46_vom Freitag, 11. Juli 2015

Die Innenseite dieses Hosensacks spürt wohl zum allerersten Mal ein Bügeleisen. Für einmal darf sie nicht knittern. Denn jetzt soll darauf einer der soeben erhaltenen drei  Stoffflicken aufgebügelt werden. Schwierig ist das nicht: Nach zwei Minuten klebt das weisse Teilchen. Die Hose kann wieder angezogen werden. 

Beim kleinen Stoffflicken handelt es sich um eine Hightech-Textilie. Sie ist aus einem Baumwollfaden gewoben. Dieser ist von einem lediglich zwei Mikrometer dünnen Kupferdraht umwickelt, der wiederum in einer Ummantelung aus Silber und Polyethylen-Kunststoff steckt. 

«Unser Stoff hält bis zu 99 Prozent der elektromagnetischen Strahlung etwa eines Smartphones ab», sagt Thomas Almer, der den «Pocket Patch» gemeinsam mit seinem in den USA wohnhaften Bruder produziert und vertreibt. Das hätten Tests im Labor der University of California in Los Angeles ergeben. Ein solcher Strahlenschutz sei angezeigt, fährt er fort: «Viele Leute tragen das Smartphone während des ganzen Tags im Hosensack mit sich herum – also nahe am Körper und den Geschlechtsorganen. Welche Langzeitfolgen die elektromagnetische Strahlung hat, weiss noch niemand.» Die Internationale Krebsagentur IARC stuft elektromagnetische Felder als «möglicherweise krebserregend für den Menschen» ein. Allerdings ist es wissenschaftlich kaum zu beweisen, dass von der normalen Strahlung eines Mobiltelefons wirklich eine  Gefahr ausgeht. 

Deshalb sorglos mit Smartphones umzugehen, ist für Thomas Almer keine Option. «Weshalb soll man sich nicht schützen, wenn man das auf einfache und günstige Weise tun kann?», fragt er. Wobei günstig relativ ist: Die drei Flicken seiner Firma kommen mit Versand auf 32 Franken zu stehen; auch viele Konkurrenzprodukte sind eher teuer. 

Doch erhöht das Smartphone nicht die Sendeleistung, wenn die Verbindung wegen des Strahlenschutzprodukts schlecht wird? Da der Flicken nur auf der körperzugewandten Seite des Kleidungsstückes angebracht wird, bestehe dieses Problem beim Pocket Patch nicht, sagt Almer. 

Bislang sind die Flicken lediglich über den Online-Shop der Herstellerfirma EM-Shield erhältlich, sowie bei einer Textilreinigungskette in Zürich, die auch gleich das Aufbügeln übernimmt. Um ihr Produkt bekannt zu machen und allenfalls gar in den Fachhandel zu bringen, haben die Almer-Brüder die Bachelorette engagiert: Wer morgen Vormittag am Bahnhof Stadelhofen die Hose runter lässt, darf mit einem von Frieda Hodel aufgebügelten Patch von dannen ziehen – und wohl mit einer Rose.


Screen_Shot_2015-08-04_at_11.37.42_ vom 12. Juli 2015

Bachelorette bügelte am Bahnhof Hosen

Frieda Hodel wirbt für Strahlenschutz in Kleidung. Die Bachelorette tauschte am Samstag die Rose gegen das Bügeleisen. Zwischen 9 und 12 Uhr morgens bügelte sie dutzenden Passanten einen Pocket Patch in die Hosentasche.

Die Schweizer Erfindung mit eingewobenen Silber und Kupferfäden wehre bis zu 99 Prozent der Handystrahlen ab, wie das Unternehmen in einer Medienmitteilung schreibt.Die Pocket Patches sollen so vor Gefahren, die durch Handystrahlungen verursacht würden, wie Impotenz, Unfruchtbarkeit und Krebs schützen. Die Leute mussten sich in einer Box von Ihren Hosen trennen, während Frieda den Patch auf die Innentasche bügelte. (pd) 


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Frieda Hodel (Bachelorette Schweiz) beim Radio 1 Interview zum Thema "Handystrahlenschutz"

Sendung anhören


Screen_Shot_2015-08-04_at_11.09.22_ vom Montag, 13.7.2015

Wenn das Handy krank macht Impotenz, heisse Ohren, Krebs: Wie gefährlich ist Smartphone-Strahlung wirklich?

Wer lange mit dem Smartphone telefoniert, bekommt warme Ohren. Für viele Leute ein Zeichen, dass Handystrahlung schädlich ist. Aber welche Gefahr droht uns wirklich von den mobilen Geräten?

  • Bisher gibt es keinen Beweis, dass Smartphones Krebs auslösen.
  • Es gibt aber Hinweise darauf, dass sie Tumorbildung fördern.
  • Auch auf die Zeugungskraft können sich Mobiltelefone negativ auswirken.
  • Wer mit seinem Telefon richtig umgeht, muss keine gesundheitlichen Schäden befürchten.  

Im Rahmen einer Werbeaktion hat das Model Frieda Hodel kürzlich am Züricher Bahnhof Stadelhofen Passanten einen Strahlenschutz in die Hose gebügelt. Der soll die Hoden vor schädlichem Elektrosmog bewahren, wenn Männer ihr Smartphone in der Hosentasche tragen.  Aber ist das eigentlich notwendig? FOCUS Online beantwortet die wichtigsten Fragen.

1) Löst Handystrahlung Krebs aus?

Die Frage, ob Handystrahlung die Krebsgefahr steigert, beschäftigt Forscher seit Jahren. Während einige Studien beruhigen und ein Risiko verneinen, sind sich andere sicher, dass die elektromagnetischen Wellen von Handys und Smartphones die Tumorbildung fördern.

So gefährlich wie Kaffee

Panik ist allerdings nicht angebracht. Die Weltgesundheitsorganisation WHO stufte im Jahr 2011 die elektromagnetische Strahlung von Mobilfunktelefonen tatsächlich als „möglicherweise krebserregend ein“. Das Urteil beruht auf einer Untersuchung von 31 Fachleuten aus 14 Ländern, die eine Woche lang „nahezu sämtliche verfügbaren wissenschaftlichen Belege“ auswerteten.

Die Wissenschaftler meinten, dass einige Studien tatsächlich für ein erhöhtes Hirntumorrisiko bei Vieltelefonieren sprechen. Einen eindeutigen Beweis gäbe es aber nicht. In der Liste der „möglicherweise krebserregenden Faktoren“ stehen neben der Handystrahlung aber auch Benzin-Abgase und Kaffee. 

Hirntumor-Gefahr steigt um 40 Prozent

Laut der Interphone-Studie 2010 (Interphone-Studie 2010) steigt bei Menschen, die 10 Jahre lang täglich 30 Minuten mit einem Handy oder Smartphone telefonieren, die Gefahr von Gliomen um 40 Prozent. In Deutschland erkranken allerdings im Durchschnitt von 100.000 Menschen nur 9,7 Männer und 7,3 Frauen an diesen bösartigen Hirntumoren. Die Gefahr, durch ein Mobiltelefon einen Gehirntumor zu entwickeln, ist also recht gering.  

 

Heimnetz und NAS?

Können Sie die  volle Leistung Ihrer digitalen Geräte nicht ausnutzen, weil Ihnen das starke Heimnetz fehlt? Ein schnelles Netz ist heute Voraussetzung für die volle Nutzung von Tablets, PC, Smartphones und CO. Wir zeigeh Ihnen, wie Sie ein schnelles Heimnetz selbst aufbauen.

 

2) Schaden Smartphones Spermien?

Handystrahlung bremst die Spermien: Diese Warnung dürfte so manchen Mann in Angst versetzen. Tatsächlich liefern einige Studien auch tatsächlich Hinweise darauf, dass Handys in der Hosentasche die Fruchtbarkeit von Männern beeinträchtigen könnten.

2011 wiesenForscher der kanadischen Queen’s University im „Journal of Andrology“ darauf hin, dass die elektromagnetische Strahlung von Mobiltelefonen zwar den Testosteronspiegel erhöht, zeitgleich aber auch die Qualität der Spermien herabsetzt. Die Forscher gaben an, dass laut ihrer Studie Smartphones und Handys die Fruchtbarkeit beeinträchtigen könnten.

Einen Beweis für die Theorie, dass mobile Geräte die Zeugungskraft generell herabsetzen, liefert die Studie laut der Forscher aber nicht. Um den Verdacht zu erhärten, müssten erst weitere Untersuchungen folgen.

Kleiner Abstand zum Telefon ratsam

Wer Kinderwünsche hegt, sollte sein Smartphone vorsichtshalber nicht in der Hosentasche herumtragen. Ein Abstand von rund 30 Zentimetern zwischen Hoden und Handy sollte aber genügen, um keine negativen Auswirkungen zu spüren.

3) Machen Handys impotent?

Auf die Standfestigkeit wirkt sich Handystrahlung nicht aus. In einer Vielzahl von Untersuchungen konnten Wissenschaftler keinen Hinweis darauf finden, dass Smartphones die Dauer und Intensität einer Erektion beeinflussen.

4) Wie erfahre ich, wie stark mein Smartphone strahlt?

Handy- und Smartphone-Hersteller haben sich auf ein einheitliches Strahlungs-Messverfahren geeinigt.Die Spezifische Absorptionsrate (SAR) gibt an, wie stark ein Mobilgerät bei maximaler Sendeleistung in einen Kopf einstrahlt. Grenzwert ist eine Strahlung bis zwei Watt pro Kilo Körpergewicht – darunter fallen alle Handys und Smartphone auf dem deutschen Markt. Neben dem SAR-Wert ist aber auch das Abstrahlverhalten des Mobiltelefons von Bedeutung. Denn je effizienter das Handy funkt, desto seltener muss es mit maximaler Leistung senden. Ideal ist also ein Gerät mit niedrigem SAR-Wert und gutem Abstrahlverhalten.

Den genauen SAR-Wert ihres Geräts finden Sie entweder auf der zugehörigen Verpackung oder im Handbuch.

 
Fazit: Raus aus der Hosentasche!

Völlige Entwarnung geben Forscher letztlich nicht. Einen Beweis, dass Smartphones und Tablets die Tumorbildung fördern und die Zeugungskraft vermindern, gibt es zwar bisher nicht. Dennoch legen einige Studien nahe, dass Mobiltelefone in seltenen Fällen gesundheitsschädigende Auswirkungen haben können. Betroffen sind vor allem Vieltelefonierer, die ihr Mobiltelefon gerne in der Hosentasche tragen. Experten empfehlen, das Smartphone in die Handtasche zu stecken und nicht stundenlang am Telefon zu hängen.

 

 

 

Screen_Shot_2015-08-04_at_11.30.42_  9. Juli 2015

Laut WHO steht Handystrahlung im Verdacht, Krebs auszulösen. Als weitere Risikofaktoren gelten Impotenz und Unfruchtbarkeit. Männer sind Studien zufolge besonders gefährdet, wenn sie ihr Smartphone in der Hosentasche tragen - und damit nahe am Genitalbereich. Wie wichtig der aber ist, weiss die Schweizer "Bachelorette" - und kämpft gegen Handystrahlung.

In einer werbewirksamen Aktion bügelt Frieda Hodel am Samstag, 11. Juli, am Züricher Bahnhof Stadelhofen interessierten Passanten einen Strahlenschutz in die Hose. Dieser soll rund 99 Prozent der schädlichen Handystrahlung von den Kronjuwelen der Hosen-Träger fernhalten.

Die Aktion wird von EMShield durchgeführt, einem Anbieter von Strahlenschutzutensilien. Die Schutzfolien, die Hodel einbügelt, stammen von diesem Schweizer Hersteller und sind unter dem Namen Pocket Patch auch im Handel erhältlich. Dann allerdings zu saftigen Preisen – und einbügeln muss man sie auch selber.